Briefe an meine Tochter

Briefe an meine Tochter. #69

19. März 2017

Mein liebes Kind,

schon fast ein Jahr ist es her, als ich dir den letzten Brief schrieb. In dieser Zeit ist natürlich einiges passiert. Wir haben viel erlebt, ich habe viele Tränen bei dir getrocknet, wir haben sehr viel gelacht, waren auch mal zusammen traurig und auch jetzt, erleben wir noch erste Male mit dir.

Wie zum Beispiel letzten Donnerstag. Ich bin für einen Tag nach Bonn geflogen. Morgens hin und kam erst spät Abends zurück. Um dir den Stress zu ersparen mich mit vom Flughafen abzuholen und spät ins Bett zu kommen und gleichzeitig Morgens aber wieder früh aufzustehen, entschieden wir uns, dass du bei deinen Großeltern schläfst. Was daran so besonders ist wirst du dich jetzt sicher fragen? Es war das erste Mal das du auswärts ohne uns woanders übernachtet hast.

Ich habe mir aber zu keinem Zeitpunkt Sorgen gemacht, dass es nicht klappen könnte. Deine Großeltern lieben dich und kennen dich sehr gut und ich kann ihnen absolut vertrauen und wusste, du bist in den perfekten Händen. Und da auch du dich sehr wohl dort fühlst und den Wunsch in letzter Zeit öfter geäußert hast, so sollte es nun so sein.

Zwischendurch am Tag telefonierten wir kurz und deine Großeltern hielten mich lustigen Bildern und Texten immer auf dem neuesten Stand. Du warst sehr glücklich und zufrieden und hast deine 1. Nacht ohne uns super gemeistert. Ich habe es auch nicht anders erwartet.

Für deinen Papa und mich war es dagegen dennoch etwas komisch. Am Abend merkte ich es nicht so sehr, da ich von dem Tag eh sehr geschafft war und nur noch ins Bett fiel. Aber am nächsten Morgen nur mich fertig machen zu müssen, war dagegen recht eigenartig.

Nach der Arbeit fuhr ich direkt zu deiner Oma und dir. Ich habe mich riesig gefreut dich zu sehen. Und du erzähltest mir Stolz was du alles gemacht hast. Denn am Mittwochabend hast du etwas geweint, weil du angst hattest, dass du zu sehr Heimweh bekommst und deinen Papa und mich ja dann nicht knuddeln kannst. Aber dieser Fall traf nicht ein. Und wie es manchmal so ist, hast du ganz spontan von Freitag zu Samstag direkt nochmal bei Oma und Opa geschlafen. Du hast dich so sehr gefreut, dass wir alle es erlaubt haben. Und ich glaube, vorallem deine Oma, hat sich über deine Reaktion riesig gefreut. ♥

An diesem Abend bekamst du ein bisschen Heimweh, dennoch war alles prima und dein Papa holte dich Samstag früh direkt wieder ab.

Mein großes Mädchen. 5 1/2 Jahre bist du nun schon fast alt und momentan merkt man einen großen Sprung der Selbstständigkeit bei dir. Du bist auf Kindergeburtstagen, auf Spielenachmittage bei Freunden und nun fängt es auch an, dass du mal woanders schläfst. In wenigen Wochen gibt es sogar wieder eine 1. kleine Premiere. Denn da schläft das erste Mal eine Freundin bei dir. Das wird sicher für uns alle spannend.

 

Wir lieben dich.

Deine Mama

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