Persönliche Erinnerungen/ Gedanken

Strohwitwe.

16. März 2014

Hallo meine Lieben,

 

ich war diese Woche eine Strohwitwe. Zum ersten Mal und dann auch noch mehrere Tage …

 

als mein Herzmann mir erzählte das er eine Schulung über mehrere Tage hat und das auch noch außerhalb Berlins, wurde mir etwas mulmig zumute. Ehrlich gesagt hatte ich angst, dass ich das nicht packe. Am Montag war es soweit und der Herzmann musste los zu seiner Weiterbildung. Wir brachten Mia noch zusammen in die Kita, gingen zusammen noch fix für die Woche einkaufen und dann fuhr er los …

 

ich holte Mia mit Aileen zusammen dann am Nachmittag ab und wir verbrachten einen tollen Nachmittag. Zu Hause aß ich dann noch mit Mia Abendbrot und sie war so müde, dass sie freiwillig Zähne putzen und ins Bett wollte 😀 Sie schlief sofort ein und ich hatte „Feierabend“. Nun saß ich da allein auf unserer Couch und wusste ehrlich gesagt nicht so recht was ich machen sollte. Zumal ich alleine zu Hause immer Angst habe … also Nachts zumindest. Warum weiß ich auch nicht, aber das hatte ich schon immer.

 

In der Nacht ließ ich im Wohnzimmer einfach den Fernseher laufen und holte Mia zu mir ins große Bett. Die Nacht wurde ich 2x wach, schlief ansonsten aber recht gut. Am Morgen bin ich normal aufgestanden und machte das normale Prozedere … bis Freitag 😀

 

Meine Angst, dass Mia gerade in dieser Woche wieder die totalen Bockanfälle haben könnte oder krank wird haben sich ein Glück nicht bewahrheitet. Ich muss gestehen, die Woche lief super 🙂 Mia hatte gute Laune, der Tagesablauf lief super, sie ins Bett zu bringen war ein Klacks. Nur die Nächte wurden von Nacht zu Nacht katastrophaler. Natürlich vermisste Mia ihren Papa. Da brachte auch die allabendliche Videotelefonie nicht soviel. Aber gut, schlechte Nächte oder generell nicht durchzuschlafen ist für mich ja mittlerweile normal.

 

Insgesamt aber lief es wirklich ohne Probleme. Vielleicht ließ Mia auch nur Gnade walten *lach* 😉 Dennoch habe ich einen Heidenrespekt vor allen Alleinerziehenden da draußen. Ich hatte diese Woche wahrscheinlich einfach nur Glück mit meinem gut gelauntem Kind, aber das ist ja nicht immer so. Aber wenn ich mir vorstelle wie andere das Tag für Tag, Woche für Woche, Monat für Monat und sogar vielleicht Jahr für Jahr machen, das verdient einfach einen großen Respekt. Den Tag so zu koordinieren das alles passt und das ganz ohne Hilfe ist nicht einfach und über eine lange Zeit stelle ich mir das mehr als anstrengend vor. Ich ziehe da wirklich den Hut.

 

Wir haben uns natürlich riesig gefreut, als der Herzmann Freitag Nachmittag die Tür aufschloss und wieder zu Hause war. Was haben wir ihn vermisst!

 

Wie ist das bei euch, muss euer Partner berufsbedingt auch mal weg und ihr seid alleine? Und wie kommt ihr damit klar?

 

Ein schönes Wochenende wünsche ich euch allen,

 

eure Mine

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5 Kommentare

  • antworten SoMi Rosalilly 16. März 2014 um 11:09

    Liebe Mine, das mit der Angst habe ich auch! Schon immer! Und ich hab lange lange alleine mit Mia gelebt. Jetzt schlafe ich umso besser 😉 aber ich muss jeden Abend lange auf den Herzmann warten. Also die Abende verbringe ich immer noch allein :/ ich grüß dich ganz lieb. Sophia

    • Mine
      antworten MiMi Erdbeer 16. März 2014 um 11:35

      Hallo Sophia,

      Ja, diese Angst habe ich wirklich seit Kindertagen. Ich hasse es Nachts alleine zu sein, ich finde es einfach schrecklich. Wenn man sich aber damit arrangieren muss bleibt einem eben nichts anderes übrig. Super das du das mit Mia alleine aber so gut gemeistert hast 🙂 Und nun nichtmehr Nachts alleine bist <3

      Liebe Grüße
      Mine

  • antworten Anna Gö 16. März 2014 um 12:46

    Huhu =)
    Ich kenne das und finde es immer grauenhaft 🙂 Zum Glück ist es bei uns nur ganz selten jetzt, aber als der Kleene 1 Jahr alt war, hatten wir es häufiger. Ich habe Abends dann auch immer den Fernseher und die kleine Lampe angelassen und konnte trotzdem nicht vor 3 Uhr schlafen…
    Bin aber auch sehr ängstlich, an manchen Tagen muss mein Schatzi nachts extra wach sein, damit ich sicher auf die Toilette gehen kann 😀 – der Arme 😀

    LG Anna von http://maxundanna.blogspot.de/

  • antworten Rose Noreia 16. März 2014 um 18:38

    Ich bin mit meinen beiden Jungs alleine. Ich bin sehr zufrieden mit meinem Leben. Kenne aber auch die Angst alleine in der Wohnung nicht. Im Gegenteil: Ich genieße dieses Alleinesein richtig! 😀 Kommt ja eh nicht allzu oft vor, denn irgendwer ist immer da – und wenn es der Hund ist ^^

  • antworten Anne Bellenger 17. März 2014 um 10:48

    Liebe Mine, wir sind oft allein, aber zu viert, ich und die drei Kinder…. und oft geht es einfacher . Sorry Schatz 🙂 Die Kinder haben meistens mehr Verständnis und es ist auch schön zu sehen, was man alles allein schaffen kann: Kinder, Job.usw… Aber es ist etwas anderes, wenn man weiß daß der Mann irgendwann nach Hause kommt.Deswegen Hut ab für die Alleinerziehende:)

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