Familienalltag, Testwagen

Unser Testwagen: VW Passat Alltrack

20. Februar 2017

Hallo zusammen,

wir durften im Zusammenhang mit unserem Kurzurlaub in den Alpen den Volkswagen Passat Alltrack testen.

VW hat uns dafür ein Prachtstück von Auto zur Verfügung gestellt. Der Passat wird von einen doppelt aufgeladenen 2.0l Turbo Diesel angetrieben und verfügt über den 4Motion Allradantrieb. Dieser bringt die 240 Pferde auch bei nicht optimalen Straßenbedingungen angenehm unaufgeregt auf die Straße. Das 7-Gang Doppelkupplungsgetriebe macht unauffällig im Hintergrund seinen Job und ich habe es sofort vermisst als wir den Wagen wieder abgeben mussten und ich wieder zur manuellen Schaltung umsteigen musste. Dazu war unser Testfahrzeug mit diversen Sonderausstattungen gespickt:

  • Standheizung 
  • 360 Grad Kamera
  • Active Lighting System
  • Totenwinkel Assistent
  • Spurhalteassistent
  • Abstandstempomat
  • Head-Up-Display
  • Verkehrzeichenerkennung
  • Front Assist mit City-Notbremsfunktion
  • ErgoComfort Sitze
  • Doppelt verglaste Scheiben
  • Business Navi mit Dynaudio Soundsystem
  • uvm. dadurch ergibt sich auch ein Listenpreis von ca 67.000€ 
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Vorab zum Preis:

Uns ist vollkommen klar, dass sich die wenigsten Familien ein Fahrzeug für ca 67.000€ leisten wollen/können, aber wir wollen euch einfach mal in die Welt der Sonderausstattungen mitnehmen die es auch für weit günstigere Volkswagen Modelle gibt.

Erster Eindruck:

Da steht er vor mir, der neue Passat Alltrack 2.0TDI 4Motion. Genau meine Farbe und auch schicke Felgen. Du bist nun unser Begleiter für die nächsten acht Tage. An die Weiß/Beige Leder-Innenausstattung musste ich mich erstmal gewöhnen, aber besonders im Winter ist das Auto angenehm hell und Mia hat auch fast nichts dreckig gemacht 🙂 Alles ist super aufgeräumt und verarbeitet im Innenraum und die Schalter/Knöpfe sind trotz der ganzen Sonderausstattungen eher wenig vorhanden. Find ich gut! Der Passat bietet seinen Passagieren vorne sowie hinten sehr viel Beinfreiheit. Alle vier Sitze sind bei unserem Testfahrzeug beheizt und die Lenkradheizung sorgt für konstant warme Hände. Der Kofferraum bietet sehr viel Platz und unter dem Kofferraumboden versteckt sich der Dynaudio Subwoofer sowie ein Reifenreperaturset, welches wir zum Glück nicht testen mussten. Das Gepäckabteil vom Golf Variant Alltrack aus unserem letzten Test war schon sehr großzügig. Der Passat Alltrack setzt der Familien Reisetauglichkeit die Krone auf. Das Active Info Display was die analogen Armaturen ersetzt fügt sich super in den modernen Innenraum ein. Manche mögen es nicht digital… ich bin ein Fan davon 🙂

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Anfahrt in die Alpen:

Das Auto in Berlin übernommen ging es schon am nächsten Tag Mittags in die Alpen. Diese liegen ja nun fast vor Berlin und für die läppischen 770 Kilometer habe ich und auch das Navi ca. 7 Stunden kalkuliert. Das haben das Navi und ich schon mal gemein…. wir sind beide Optimisten 😀 noch nicht mal richtig aus Berlin dem Berliner Stadtverkehr rausgebrochen standen wir schon im Stau. Aber durch die Automatik im Fahrzeug und dem Abstandstempomaten, der dem vorausfahrenden Verkehr einfach hinterherrollt und selbstständig bremst und beschleunigt war das doch gut auszuhalten. Kein Kuppeln, Gangwechsel ohne Ende…. einfach nur rollen lassen 🙂

Nach dem Stau musste ich erstmal ein wenig Zeit aufholen und mich mit den Fahreigenschaften jenseits der 160km/h vertraut machen. 😉 Durch die Doppelverglasung und das 7-Gang-DSG bekommt man gar nicht mit wie schnell man eigentlich fährt. Im Passat ist es angenehm ruhig. Der Totewinkelassistent beweist sich auf der Autobahn als echtes Hilfsmittel. Im Seitenspiegel sind gelbe LED’s integriert und diese leuchten wenn sich ein Fahrzeug im Toten Winkel befindet oder aber auch wenn sich ein anderes Fahrzeug von hinten nährt. Selbst bei größeren Geschwindigkeitsunterschieden, warnt der Assistent durch aufleuchten, vor nahenden Verkehr auf den anderen Spuren rund ums Fahrzeug. 

Sehr zur Fahrerunterstützung auf der Autobahn trägt auch das Head-Up-Display bei. Dort werden alle wichtige Informationen angenehm in das Sichtfeld des Fahrers projiziert. Man bekommt in Verbindung mit der Verkehrszeichenerkennung die aktuelle Höchstgeschwindigkeit eingeblendet sowie seine aktuelle Reisegeschwindigkeit. Des weiteren werden aktuelle Routeninformationen eingeblendet, in welche Spur man sich einordnen sollte etc. Auch ein aktiver Spurassistent und Abstandstempomat werden dort angezeigt. So hat man immer alles im Blick ohne die Straße aus den Augen zu lassen. 

Mittlerweile ist es Stockfinster auf der Autobahn und das Navi empfehlt uns abzufahren und 15km über Landstraße zu fahren, da vor uns ein Stau ist. Diese Empfehlung nehme ich doch gerne an und da sind wir…. mitten in Bayern, kleine Dörfer, dunkle Wälder und die Familie Seide im Passat. Habe ich jemanden vergessen? Achja der Seat vor uns.

Ich wusste jetzt ist es Zeit die tollen LED Xenon Scheinwerfer zu testen. Mit den Assistenten Active Lighting System und Dynamic Light Assist wird fahren in der Dunkelheit echt angenehm. Eine Maskierungsfunktion ermöglicht ein partielles Abblenden der Scheinwerfer durch das System. So kann man dauerhaft mit Fernlicht fahren, ohne den Gegenverkehr und vorausfahrende Fahrzeuge zu blenden. Das ist sehr gut in dem YouTube Video von uns zu sehen. 🙂

Nach weiteren Staus sind wir dann nach 9 Stunden sicher im Hotel angekommen. Dafür war ich erstaunlich fit. Habe mich aber auch regelmäßig von den Sitzen massieren lassen. Dieses Highlight gabs aber nur für den Fahrer 😉

 

Der nächste morgen:

Nach einer viel zu kurzen Nacht wollten wir natürlich den Tag so gut wie möglich nutzen und haben uns früh aus dem Bett gepellt um zum Frühstück zu schlurfen. Dann zurück zum Zimmer, fix duschen und ach ja die Standheizung aktivieren. Nachts waren es -13 Grad und der komplette Hotelparkplatz samt Fahrzeuge war Schockgefrostet. Die Reichweite von der Fernbedienung der Standheizung ist genial. 200 Meter sind ihr definitiv zuzutrauen. Also eine halbe Stunde vorher die Heizung aktiviert und fröhlich ohne kratzen in ein vorgeheiztes Auto eingestiegen. Bei meinem nächsten Auto muss auch eine Standheizung dabei sein. In diese feine Sonderausstattung habe ich mich ein wenig verliebt. Aktuell muss man das Kind ja ohne Jacke etc. in den Kindersitz setzen. Das beschert mir im Winter jeden morgen ein schlechtes gewissen. Und Preislich finde ich sie absolut okay. Beim VW Passat kostet sie im Online-Konfigurator  1.590,00 € Aufpreis. Wenn man sich später für eine vom Marktführer Webasto entscheidet, fallen beim Webasto Servicepartner mit Einbausatz und Arbeitstunden circa kosten von 1900€ (VW Passat B7) an. (Quelle: kurze Internet Recherche) 

Weitere Vorteile sind ein geringerer Verbrauch da der Motor schon vorgewärmt ist sowie die Schonung des Motors. 

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Fahrverhalten auf Schnee:

Ich war sehr froh, dass wir ein Passat Alltrack erhalten haben. Das Alltrack Konzept hat mir schon beim Golf Variant Alltrack gefallen. Trotz des leicht höheren Fahrzeugs sieht er durch die Zierelemente außen irgendwie kräftiger und sportlicher aus. Der Allradantrieb war im Schnee natürlich Gold wert. Unser Hotel lag in ca. 1200m Höhe und war von Deutscher sowie von Österreicher Seite nur von einer nicht gesalzenen Straße erreichbar,wirklich mitten im Wald. 🙂 Ein Mercedes vor uns hat sich auf der Straße halb gedreht, aber zum Glück ist nichts passiert. Unser Passat hatte mit den Bedingungen nie Probleme. Das Allradsystem arbeitet unbemerkt im Hintergrund und hat uns sicher auch bei sportlicher Fahrweise durch den Schnee begleitet. Im Offroadmodus gibt es einen Berganfahr- und Bergabfahrassistenten der einen auf Wunsch  ab 10% Gefälle unter die Arme ähhh Räder greift. 

 

Rangieren und Parken:

Das 360 Grad Kamera System „Area View“ macht in Verbindung mit den PDC Sensoren das Ein- und ausparken noch angenehmer. Und auch das Rückwärts fahren ist wie im Video zu sehen bei engen stellen viel einfacher. Man sieht Steine und Hindernisse die das PDC  vielleicht nicht erfasst und ist so noch sicherer gegen ungewollte Lackschäden. Leider wird die Frontkamera auf Dreckigen/Gesalzenen Straßen schnell milchig. Volkswagen? Kann man die Frontkamera nicht wie die Kamera im VW Logo in der Heckklappe irgendwie verstecken und bei bedarf automatisch ausklappen lassen? 🙂 

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Fazit und Video:

Der VW Passat Alltrack ist ein sehr komfortables Langstreckenfahrzeug. Es bietet ausreichend Platz für eine Familie mit bis zu zwei Kindern und Gepäck. Durch die Assistenzsystem wird der Fahrer bei langen Reisen optimal unterstützt. Das Automatikgetriebe ist in Komfortgewinn in allen Situationen. Leider verschmutzt die Frontkamera zu schnell und das Navi geht immer von keinem Verkehr bei der Ankunftszeitberechnung aus. Am Ende des Tages lässt der Passat keine großen Wünsche offen aber das sollte ja auch so sein, bei einem Listenpreis von circa 67.000€. 

 

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