Persönliche Erinnerungen/ Gedanken

vom glücklich sein.

30. Juni 2015

Hallo ihr Lieben,

 

letzte Woche Freitag bin ich mit Mia zur Bank gegangen um Geld abzuheben. Wie jeden Tag, stand vor der Bank ein Mann der eine Zeitschrift verkaufte und sich über den Einen oder Anderen € freuen würde.

 

 

Ich bin also mit Mia in die Bank rein gegangen, Geld abgehoben und habe Mia dann 50 Cent in die Hand gegeben und meinte dann zu ihr, dass sie diese dem Mann draußen geben kann, wenn wir die Bank verlassen. Als wir draußen waren vergaß Mia das kurz und ich erinnerte sie daran. Sie übergab dem Mann die 50 Cent und er freute sich sehr darüber und bedankte sich.

 

 

Mia und ich gingen weiter und dann fragte sie mich, warum wir denn dem Mann Geld gegeben haben. Ich habe ihr daraufhin geantwortet, dass es nicht alle Menschen so gut haben und manche auch auf der Straße leben und leider kein eigenes Zuhause haben. Ich merkte, dass Mia sichtlich über meine Worte nachdachte. Als ich sie so grübeln sah, überlegte ich kurzzeitig, ob sie nicht noch zu klein sei um das zu verstehen, andererseits möchte ich da auch ehrlich zu ihr sein, wenn sie ja nun schon fragt. Die Welt ist eben nicht immer nur schön und kunterbunt, sondern leider gibt es genügend Menschen dort draußen denen es einfach sehr schlecht geht. Ich dachte dann jedoch nicht weiter drüber nach und wir gingen wieder nach Hause.

 

 

Als ich die Wohnungstür aufschloss war ich ganz sprachlos und gerührt über die Worte die Mia dann sagte:

 

 

„Mama, das hier ist unser Zuhause. Hier kann ich glücklich sein.“

 

 

Ja mein Schatz, das kannst du. Wir können glücklich sein, ein Dach über den Kopf zu haben. Das wir es im Winter warm haben und nicht frieren. Das wir nicht hungern müssen und es uns gut geht. Hier können wir glücklich sein, Spaß haben, miteinander sprechen und uns zuhören. Hier lesen wir Geschichten vor und erfinden unsere eigenen. Hier kommen wir zusammen, fühlen uns wohl. Hier ist unser Zuhause.

 

 

Ich bin so froh, dass sie in ihrem sehr jungem Alter scheinbar doch schon einschätzen kann wie wertvoll das ist und das sie es wertschätzt. Und auch wir lernen wieder mehr, wie kostbar diese „Normalitäten“ sind. Darüber denkt man ja meist gar nicht so nach und ich freue mich daher umso mehr Mutter dieses wundervollen Kindes zu sein. Sie zeigt mir immer wieder auf ihre Art und Weise was wirklich wichtig ist und regt einen zum nachdenken an. Ich bin ebenfalls glücklich. Über mein bescheidenes, kluges Kind. Die mich zum nachdenken anregt und mir die wesentlichen Dinge im Leben aufzeigt. 

 

 

Ich wünsche euch einen wundervollen Abend,

 

 

eure Mine

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