Persönliche Erinnerungen/ Gedanken

Windpocken trotz Impfung?

16. Juni 2015

Guten Abend,

 

heute habe ich mal ein Thema, welches uns gerade betrifft und ich so gar nicht wusste. Dieser Beitrag (das möchte ich vorab sagen) soll kein Beitrag über das Impfen werden. Ich persönlich finde Impfungen gut und Mia ist komplett durchgeimpft. So haben wir uns, für Mia, entschieden. Das muss aber natürlich jeder für sich und sein Kind selbst entscheiden.

 

Nun aber zum eigentlichen Thema. Mia bekam genau vor einer Woche (am Dienstag) eine Pustel an der rechten Augenbraue. Da sie sich aber ein paar Tage vorher im Kindergarten an der Rutsche an dieser Stelle verletzt hatte, dachte ich vielleicht, das es einfach ein Pickel oder eine kleine Entzündung sei. Ich behielt das im Auge und säuberte es Abends mit frischem Wasser. 2 Tage später fiel mir auf, dass Mia am linken Handgelenk 2 weitere solcher Pusteln bekam .. Am Freitag als ich sie dann abholte bekam sie auf der linken Wange 2 weitere und auch am Arm entdeckte ich ebenfalls noch eine. Mia sagte mir einen Tag vorher, dass es sie an der Augenbraue sehr juckt, aber ich sagte ihr ebenfalls das sie dort bloß nicht kratzen solle. 

 

Mich machte das stutzig. Nachdem ich meinen Kolleginnen davon auch erzählt hatte und sie meinten, dass es vielleicht Windpocken seien dachte ich mir, ob das vielleicht wirklich so ist?! Ich holte mir eine Erzieherin zur Seite und fragte sie, ob dies Windpocken sein könnten oder sie sonst eine Idee hat was das ist. Sie meinte, nach typischen Windpocken sieht es nicht aus (um es mal zu beschreiben: Es sah aus wie ein entzündeter Pickel mit einer kleinen Wasserblase oben drauf). Eine andere Erzieherin kam dazu und meinte, sie hätte gerade am Auge doch gedacht das es Windpocken sind, aber das der Rest wirklich eher untypisch aussieht. Da stand ich nun .. voller Verwirrung und ich hatte absolut keine Ahnung was meinem Kind bzw. ihrer Haut fehlt. Der Vater von Mias Kitafreundin war ebenfalls da und schaute es sich an .. er fand, es könnten evtl auch Flohbisse sein .. 

 

Zurück zu Hause war ich am überlegen. Wir waren die letzten Tage viel in den Mohnblumen mit kleiner Donner unterwegs. Flöhe oder gar Grasmilben wären da ja nicht unbedingt untypisch. Am Samstag entdeckte ich neue „Stiche/Bisse“. Und leider bekam ich in der Nacht fiese Mückenstiche ab. Und so dachte ich mir „Hey, na klar. Das sind Mückenstiche.“ Mia hat super empfindliche Haut, vielleicht haben sich die Stiche einfach etwas entzündet. Mit dieser Annahme brachte ich Mia gestern auch in den Kindergarten. Mittlerweile hatte Mia 9 kleine Pocken .. Aber in der Nacht von Montag zu Dienstag kratzte, jammerte und wimmerte Mia in einer Tour. Vorallem die Pusteln an ihrem Oberschenkel schienen sie schier wahnsinnig zu machen. Ich musste sie zum Teil richtig festhalten, damit sie sich bloß nicht kratzt.

 

Warum auch immer, warscheinlich meines schlechten Gewissens meinem AG gegenüber, brachte Björn sie in die Kita und ich ging arbeiten. Leider ging mir das aber nicht aus dem Kopf. Und so bin ich, nachdem wir fertig waren heute, 2 Stunden früher von der Arbeit los um zum Kinderarzt zu fahren, nachdem ich Mia abgeholt habe (wo mir ihre Erzieherin erzählte das wohl ein Geschwisterkind einer anderen Gruppe Windpocken hat).

 

Ich muss dazu sagen, bei Verdacht auf Windpocken oder Masern muss man draußen an der Notfallklingel klingeln und darf nicht einfach so rein. Ich dachte mir so „Ey, wenn sie nachher nur Mückenstiche hat, denken die auch ich bin total bekloppt. “ Nachdem ich geklingelt habe, kam eine Schwester zu uns und ich erzählte ihr von meinen Sorgen, Gedanken und den fiesen Pusteln. Wir kamen dann erstmal in einen gesonderten Raum, wo uns die Ärztin dann auch besuchte und Mia behandelte. Ich erzählte ihr nochmal von der Grasmilben-Theorie, weil ich mir irgendwie einfach nicht vorstellen konnte, dass Mia Windpocken hat. Sie ist ja immerhin 2fach dagegen geimpft worden. ABER, wie es dann meist so ist: Die Ärztin schaute sich alle 9 Pocken einzeln an und sagte mir ziemlich sicher, dass dies definitiv Windpocken seien. DAS hatte gesessen .. Kennt ihr das, wenn ihr glaubt es könnte etwas sein .. aber Quatsch das ist es bestimmt nicht .. OH DOCH. Ich konnte das kaum glauben irgendwie, warum auch immer.

 

Sie erzählte mir, dass die Impfung der Windpocken nicht alle Stämme beinhalte und es auch „wilde Windpocken“ gibt. Es könnte aber auch einfach ein Impfversager gewesen sein. Dafür entschuldigte sie sich bei mir. Aber wie immer gibt es einfach nie eine 100% Garantie. So ist es einfach, wie mit allem im Leben. Wir haben nun eine Tinktur bekommen die ich Mia auf jede einzelne Pocke tupfen soll und das lindert den Juckreiz und trocknet die Pockenbiester aus. Seit 2 Tagen kam keine neue Pocke dazu, wenn das so bleibt, dann kann Mia ab Montag sogar schon wieder in die Kita, denn die ersten Pusteln heilen ja auch schon ab. 

 

Tja, und so werden aus Mückenstichen dann mal ganz schnell Windpocken. Ich war echt erstaunt und wusste nicht, dass Kinder diese trotz Impfung bekommen können. Ich bin aber froh, dass Mia sie wirklich in sehr abgeschwächter Form bekommen hat. Nach dem Arzt schlief Mia neben mir auf der Couch einfach ein und schlief eine ganze Weile. Ich hoffe, dass es nur der Schlaf ist der ihr durch die Nacht und den fehlendem Mittagsschlaf fehlt. 

 

Hatten denn eure Kinder auch die Windpocken? Auch trotz 2-facher Impfung?

 

Ich wünsche euch einen ruhigen Abend,

 

eure Mine

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2 Kommentare

  • antworten Kathrin 16. Juni 2015 um 20:38

    Hallo liebe Mine,
    Meine Kinder hatten sie noch nicht. Dafür mein Patenkind, das ebenfalls geimpft ist…
    ihr seid also nicht allein :/

    Lieben Gruß und GUTE Besserung! !
    Kathrin

  • antworten Esther 20. Juni 2015 um 12:10

    Meine Maus hat es am 3 Geburtstag erwischt… da man uns die Windpocken Impfung mit der 2 Impfung als 100% Schutz „verkauft“ hat, haben wir erst nach allen möglichen Kontakallergien gesucht.
    Den ersten Gedanken: Windpocken haben wir verworfen eben wegen der Impfung.
    Am 3 Tag war der Ausschlag aber einfach zu deutlich -also Kinderarzt.
    Den Spruch der dann vom Kinderarzt kam fand ich unter aller Kanone: „wir“ impfen ja, damit die Krankheit einen nicht so schweren Verlauf hat.
    Also ich habe impfen lassen, damit meine Tochter NICHT erkranken kann.
    Der nicht schwere Verlauf belief sich auf knapp 14 Tage. Auch nicht kürzer als ungeimpft.

    Ich bin kein Impfgegner, aber ich wäge gerne ab! Impfschäden sind keine Märchen.

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