Persönliche Erinnerungen/ Gedanken

"Gute Nacht, Schlaf schön"

24. Oktober 2013

 sagt man dem Kind, gibt ihm noch ein Kuss und schleicht hinaus. Das Kind schlummert selig ruhig alleine ein. Ruft nur, wenn es wirklich etwas braucht und ansonsten haben die Eltern Feierabend.

 

So wünschen es sich viele und die Gesellschaft verlangt das irgendwie auch.

 

Bei uns ist das noch nie so wirklich so gewesen. Mal 2-3 Monate hatte das geklappt, damals in der alten Wohnung. Seit einem Trip im Dezember nach Kiel war alles anders im Schlafverhalten von Mia und nach unserem Umzug erst recht. Wir hatten ein ganz ausgewechseltes Kind, welches nichtmal mehr im eigenen Bett schlafen wollte.

 

Nun ist es die letzten Monate so, dass Mia in ihrem Bett einschläft, aber nur in Schlafbegleitung vom Papa und Nachts wandert sie ins große Bett rüber und kuschelt sich an mich. Lange habe ich probiert das sie bei sich einschläft, alleine einschläft. Weil es einem irgendwie so eingetrichtert wird. Ich merkte aber schnell, dass uns das alle total ermüdete, keiner bekam mehr guten Schlaf, wir waren genervt und hatten beschissene Nächte.

 

Irgendwann kam der Punkt an dem ich mir dachte: Ach, drauf geschissen. Den Stress gebe ich mir nicht mehr. Sind wir eben nicht perfekt, schläft mein Kind eben nicht alleine, „Verwöhne“ ich es halt … na und? Wenn wir alle so aber viel besser schlafen können, alle mehr und erholsameren Schlaf bekommen und uns eigentlich damit auch wohl fühlen.

 

Und so war es. Unsere Nächte sind seitdem viel angenehmer. Wir kommen alle zum Schlaf. Zu mehr Schlaf und machen uns keinen Stress. 

 

Damals schrieb mir eine Leserin: „Das Schlafen ist wie sprechen lernen. Irgendwann kappt ein Schalter um und die kleinen brauchen keine Schlafbegleitung mehr, schlafen alleine durch und wandern nicht mehr.“

 

Dieser Satz machte für mich irgendwie schon Sinn. Aber nun, ja, jetzt merken wir das auch.

 

Seit gestern schläft Mia Abends ALLEINE ein. Ohne Schlafbegleitung. Wir haben ihr aber natürlich erklärt das wir rausgehen und sie uns jederzeit rufen kann falls etwas sein sollte. Das macht sie anfangs auch, um sich zu versichern das das auch stimmt was wir ihr sagen.

 

Momentan macht sie in ihrer Entwicklung wirklich einen Sprung, den man merkt. Das ist auch wieder ein Punkt der von ganz allein kam, ohne Stress 🙂

 

Wir sind gespannt wie es weitergeht. Aber natürlich bleibt uns Abends auch als Paar mehr Zeit zusammen, wenn Mia keine Angst mehr hat alleine einzuschlafen 🙂

 

Ach und gestern war es auch zu süß. Mia hat auf ihren Papa gewartet das er von der Arbeit kommt und ihr Gute Nacht sagen kann. Ich gab ihr dann ein Buch, sagte ihr, sie kann es sich im Bett anschauen, sodass ich in der Küche noch werkeln kann. War kein Problem. Und so lag sie bilderschauend im Bett und quatschte mit sich selbst 🙂

 

image

Wie war das bei euch? Wart ihr da strikt oder kam es bei euren Kindern auch einfach so? Oder gab es nie „Schlafprobleme“?

 

Also, ich schaue dann mal weiter Cobra11. Habt nen schönen Abend.

 

Liebe Grüße

 

Mine

 

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11 Comments

  • Reply Samira 24. Oktober 2013 at 21:30

    Also bei uns war es so, das sie die ersten 6 Monate im Beistellbettchen mit im Schlafzimmer geschlafen hat und davon die ersten 3 Monate die meiste Zeit mit in meinem Bett. Als sie dann 6 Monate alt wurde, „zog sie um“ in ihr Zimmer und seitdem schläft sie dort auch ohne Probleme. Die Gitterstäbe sind noch drin, aber sie hat auch nicht das Verlangen nachts zu uns zu kommen. Wir haben abends ein Ritual. Erst Sandmann und anschliessend wird sie auf der Wickelkomode wird sie fertig gemacht, mit gekasper und so und nachdem Zähneputzen geht’s ins Bett und dann legt Papa sie hin, dann gibt’s ein kleines Theaterstück mit Hasi(immer das gleiche), dann sagt Papa gute Nacht und es gibt ein Küsschen, dann singe ich „Schlaf Kindlein schlaf“ und dann ein Kuss und raus geht’s… Jule singt und quatscht dann meist noch so 15-30 Min und schläft dann ein… wir haben also Glück… ich bin oft abends nicht da und sie schläft auch so ein…. 🙂

    • Reply Mimi_Erdbeer 25. Oktober 2013 at 09:31

      Hallo Samira,
      das ist doch super wenns von allein so super läuft und auch ohne Stress, machts doch für alle viel entspannter und einfacher 🙂 Ein schönes Abendritual habt ihr 🙂
      LG, Mine

  • Reply Betti 24. Oktober 2013 at 22:13

    Unsere Maus ist heute 1 Jahr geworden und sie schläft nach wie vor in unserem Bett. Ist für alle Beteiligten ok und ich rechtfertige mich dafür auch nicht mehr. Warum sollte ein kleines Kind denn alleine schlafen? Mit unserem Partner liegen wir doch auch zusammen, obwohl wir allein wahrscheinlich ruhiger (und besser?) schlafen würden.

    Abends lege ich sie zuerst in ihr Bettchen, da wir ja nicht um 7 schlafen gehen und nachts holen wir sie dann zu uns.

    Also unser Bauchgefühl sagt uns immer noch, dass die kleine Maus bei uns schlafen kann, solange sie will! Natürlich ist es nicht so bequem, wie sonst zu zweit, aber wir überlegen schon, ob wir uns nicht ein Kingsize Bett holen sollen?! 😉

    Übrigens, wer mir jetzt mit „da leidet aber das Liebesleben drunter“ kommt, dem sei nur eins gesagt; wer dieses ausschließlich im Bett hat, der ist selbst Schuld 😛
    Hab da letztens einen super schönen Artikel zu dem Thema gelesen, bei Nestling.org kann es nur empfehlen!

    LG Betti 🙂

    • Reply Mimi_Erdbeer 24. Oktober 2013 at 22:21

      Huhu Betti,
      So ist es in etwa auch bei uns. Sie schläft in ihrem Bett ein und Nachts will sie kuscheln kommen 🙂 Stört mich (mittlerweile) nicht mehr. Ich hatte halt lange dieses Bild im Kopf „Das Kind muss im eigenen Bett schlafen“, weil es mir im Umfeld so eingetrichtert wurde. Aber da pfeif ich nun drauf und es geht uns allen viel besser damit 😀

      Ja Nestling schreibt ja immer total tolle Artikel 🙂

      LG, Mine

  • Reply Sabrina 25. Oktober 2013 at 00:35

    Hallo Mine,

    Gerade gestern hatte ich es in meinem Blog auch über das derzeitige Schlafverhalten meines Herzkindes http://wunschkind-herzkind-nervkind.blogspot.de/2013/10/einschlafen-durchschlafen-und-ein.html?m=1

    Und eben auch über das Verhalten von Außenstehenden. Ich bin glücklich über solche Berichte, wie deinen heute, denn ja, wenn die Zeit gekommen ist, werden unsere Zwerge auch eigenständig schlafen können und wollen. Ich freue mich dann aber auch jetzt schon auf Abende zu zweit, ohne ständigen Pausenbutton-Drücker 😉

    Liebe Grüße,
    Sabrina

    • Reply Mimi_Erdbeer 25. Oktober 2013 at 09:34

      Hallo Sabrina,
      ich finde es einfach schade, dass alles heutzutage so unter gesellschaftlichem Druck steht. Eltern machen sich dann auch immer so einen Druck, und ja ich habe mich auch unter Druck gestellt. Wenn man mal meine alten Artikel zum Thema schlafen liest, liest man zwar auch, dass wir Mia alle Zeit lassen, aber den gewissen Druck kann man auch rauslesen. Ich hab soviel probiert, nie hat was geholfen, wie auch? Es ist ein natürlicher Prozess der gar nicht erzwungen werden kann (naja, doch schon, aber das ist für uns keine Option) Aber nun merken wir ja, das es sich langsam bessert, von allein und ohne Druck. Und vorallem musste ich mir selbst den Druck nehmen und seitdem klappt hier das wunderbar 🙂

      Liebe Grüße
      Mine

  • Reply MamaMia 25. Oktober 2013 at 08:42

    Süüüß, das Bild!
    Unsre Mimi wartet auch immer gern auf Papa.
    DAs Gute Nacht Küsschen zum Einschalfenmuss für das Papa-Mädi schons ein. ^^
    Mimi schläft in ihrem Zimemr in ihrem Bett seit sie 6 Monate ist.
    Das ging ohne Probleme, keine Ahnung, war einfach so.
    dafür musste und muss ich schon oft aufstehen udn halt imemr rüberlaufen um zu trösten, eruhigen ect. wenn sie zahnte oder unruhig war und so.
    Es hat also alles immer positive und nicht so gute Seiten denke ich.
    ICH hätte einfach nie mit ihr in einem Bett schlafen können.
    Das „Ach, scheiß drauf“ Gefühl das Du so schön beschreibst kenn ich grade zu gut.
    Wir versuchten soeben eine Schnullerentwöhnung (Mimi wird im Dez3) Das ist auch so ein Ding.
    Da heisst es immer mit spätestens 3 muss der Schnuller weg sein um Gottes Willen und überhaupt. Nun hatte ich erst schon eins chlechtes Gewissen weil ich ihn ihr so lange gelassen ahbe, dann weil wir so einen runden und ja keinen „kiefergerechten“ hatten (damals wurde er mir im spital von den Schwestern gegeben da er besser wäre bzgl. saugverwirrung wegen dem Stillen)und und und.
    Nun hatten wir fast 3 ganz furchtbare Tage, jedes mal einschalfen Mittags und Abends 1bis 1 1/2 Std. weinen, kein beruhigen, ablenken, trösten, beschenken, schimpfen, drohen half… die Nächte waren schrecklich alle wurden grantig, mürrisch und die stimmung war endlos gereizt.
    Dann dachte ich mir gestern „Wozu das ganze, Scheiß drauf!“ Das ist für Mimi und uns einfach zu radikal, fühlt sich nicht richtig an.
    Also doch einen gaaaanz flachen und superweichen Schnuller gekauft – den gibts eben jetzt nur mehr zum Einschkafen und siehe da: Alles ist gut! Die liebe ist zurück, die Geduld, der Frieden. Wozu sich manchmal so unnötig quälen wenn es sich für einen selber einfach nicht gut anfühlt.
    Nun sagen viele „Oje, hättest du es doch durchgezogen – Jetzt hat sich dich wiede rum den Finger gewickelt“ und und und.
    Hat sie nicht. Mimi war so traurig über den so radikalen Verlust des für sie imemr noch so beruhigen Saugens… Sie weinte aus Traurigkeit und nicht aus Trotz, das war für mich der Entscheidende Unterschied.
    Für uns ist es eben so derweil richtig.
    Also immer schön aufs Herz hören, dann ist alles gut!
    Ein so schöner Post von Dir, Danek dafür ^^
    GLG, MamaMia

    • Reply Mimi_Erdbeer 25. Oktober 2013 at 09:37

      Hallo MamaMia,

      Bei uns bringt der Papa ja Mia immer ins Bett, ist natürlich dann klar das sie auf den Papa wartet, wenn er mal länger auf Arbeit ist.

      Mit dem Nuckel ist auch wieder ein Thema für sich. Aber wie in allen Erziehungsthemen bin ich der Meinung, es muss jeder für sich entscheiden, so wie es am besten klappt und für alle am Besten ist.

      Ich gewöhne Mia den Nuckel auch gerade langsam ab. Tagsüber macht der Nuckel bei uns „Urlaub“. Zum Mittagsschlaf und Nachtschlaf bekommt sie den Nuckel aber noch. Zu Weihnachten werden wir probieren, das Mia den Nuckel den Fuchsbabies im Wald schenkt 😉 Mal sehen ob das klappt.

      Liebe Grüße
      Mine

  • Reply Chrissi 25. Oktober 2013 at 10:00

    Auf den Sprachschalter Warte ich noch 😀
    Hier war es so.. Erst in unserem Bett, gepuckt. Dann im Beistellbett. Dann im Babybett ohne Gitter an unserem Bett, quasi ein großes Beistellbett. Dann mit Gitter, n Meter neben uns. Jetzt Mittagsschlaf zumindest im großen offenen Bett im Kinderzimmer 🙂
    Von nur schlafen, wenn man in Mamas Arm liegt, rausschleichen, bis hin zu hinlegen, zudecken, gute Nacht sagen, rausgehen 🙂 es wird 🙂

    • Reply Mimi_Erdbeer 25. Oktober 2013 at 10:05

      Huhu Liebes,
      der Sprachschalter ist bei uns vor ca 1,5 Monaten umgeschlagen 😉 Jetzt spricht Mia manchmal ohne Pause, man versteht zwar nur nen 10tel was sie so erzählt, aber es ist schon lustig 🙂 Kommt bei eurer Maus auch noch 😉

      Na, genau das meine ich 😀 Alles kommt Stück für Stück 😀

  • Reply magicienne 25. Oktober 2013 at 16:10

    Bei uns ist es auch ein auf und ab. Unser Minimensch hat von Geburt an bei uns geschlafen, erst lange im Familienbett, dann in ihrem großen Beistellbett. Eine kurze Zeit lang fand sie dann auch ihr Riesenbett mit Himmel und vielen Kissen in ihrem Zimmer toll. Jetzt, mit 17 Monaten schlafen dort mein Mann und ich nachts übergangsweise (ohne Himmel) und unser Zwerg in unserem Schlafzimmer – alleine, in ihrem Gitterbett. Sie braucht noch immer Abends wenigstens eine Hand, die sie festhält. Mittags schläft sie eigentlich nur, wenn ich mich anfangs mit dazu lege und wir kuscheln. Aber auch das wird sich früher oder später geben.

    Ich bin das ewige Rechtfertigen auch leid. Bei uns war das erste große „Kampfthema“ das Stillen nach Bedarf. Warum sollte es denn bloß falsch sein, wenn man auf sein Bauchgefühl hört und als Familie so einen Weg für sich findet, der zu mehr Ruhe und Ausgeglichenheit bei allen führt? Schlimmstenfalls sorge ich so dafür, dass mein Kind sich jederzeit bei uns geborgen und sicher fühlt – wie groß kann dieser Fehler wohl sein?

    Also, nicht verunsichern lassen, eigene Lösungenn finden, mit denen man glücklich ist und weiter es weiter so gut machen, wie bisher!

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