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"Ich brauche eure Hilfe."

5. Dezember 2013

Das ist ein Satz, der gaaaaaanz selten von mir kommt. Erstrecht in dem Bezug auf Mia. Schon als sie ein Säugling war wollte ich alles alleine machen, ohne jegliche Hilfe. Ich habe mich bei dem Gedanken schlecht gefühlt, wenn ich Hilfe angenommen hätte. Irgendwann hat sich das aus meinem Kopf etwas gelockert, aber ganz verschwunden ist es bis heute nicht.

 

Wahrscheinlich kommt es daher, weil andere Supermütter einen ständig diesen blöden Floh ins Ohr setzen. Ich habe mich damit so unter Druck gesetzt und hätte mich wohl als schlechte Mutter gesehen, wenn ich mal nach Hilfe gefragt hätte.

 

Generell fällt mir das schon so schwer. Diesmal war es aber einfach nichtmehr anders möglich.

 

Am Montag wurde ich wach mit starken Kopfschmerzen .. gut Tablette eingepfiffen, wird schon wieder. Dann rief die Toilette nach mir .. ich fühlte mich dann schon gar nicht mehr so gut. Machte aber Mia fertig, brachte sie in die Kita und als ich zu Hause ankam war ich noch voller Tatendrang … tja, aber mein Körper wollte nicht so wie ich. So lag ich die ganze Zeit auf der Couch. Ich schleppte mich dann mit Fieber, Übelkeit und Schüttelfrost wieder in die Kita um Mia abzuholen .. Zu Hause angekommen bin ich im Flur heulend zusammengebrochen. Ich war fix und alle. Ich sagte das Geburtstagsessen meiner Schwiegermutti ab und schickte Mia und Björn alleine dorthin. Nachdem sie weg waren habe ich mich gegen 18 Uhr ins Bett gelegt und habe GESCHLAFEN. Gegen 21:30 Uhr wurde ich wach .. Schüttelfrost, Fieber und Gliederschmerzen. Als die beiden nach Hause kamen kuschelten sie sich auf die Couch, wollte ja niemanden anstecken.

 

Am Dienstag machte der Herzmann Mia Kita fertig und brachte sie hin. Ich dachte mir, wenn ich noch ein bisschen schlafe, dann bin ich bis zum Nachmittag fit und kann Mia abholen … tja, leider habe ich die Rechnung nicht mit meinem Körper gemacht. Gegen 13 Uhr merkte ich, das es keinesfalls klappen wird das ich Mia alleine abhole. Also rief ich meine Schwiegermutti an um zu fragen, ob sie nicht mitkommen können, da ich mich alleine nicht raus traue. Sie sagten natürlich zu und kamen vorher hierher. Als sie mich dann schleichen sahen, fragten sie, ob es nicht besser wäre wenn sie alleine gingen. Ja, das wäre in der Tat besser. Sie holten also die kleine Maus ab und blieben noch so lang bis der Herzmann von Arbeit zu Hause war.

 

Um mir das am Mittwoch zu ersparen und das ich mich kurieren kann holten Oma und Opa Mia am Mittwoch gegen 9 Uhr ab und der Herzmann holte Mia Abends von den Großeltern ab. Ebenso heute. Mir geht es mittlerweile besser als zum Anfang der Woche, auch wenn ich noch nicht 100 % fit bin.

 

Aber, diese Woche liefen auch viele Tränchen auf meiner Seite, so fühlte ich mich einfach wie eine Versagerin zum Teil. Ich konnte mich diese Woche kaum selbst verpflegen und Mia schon gar nicht. Anfangs fühlte ich mich so schlecht, denn es wird einem doch immer wieder gesagt: „Mütter dürfen nicht Krank sein!“ und ich sage nun DOCH, MÜTTER DÜRFEN AUCH MAL KRANK SEIN!

 

Ich bin wirklich froh, das ich mich überwunden habe und nach Hilfe gefragt habe. Ich bin so froh, das Mia solche tolle Tage bei Oma und Opa hatte und nicht hier bei ihrer kranken, rumliegenden Mutter sein musste, die zum Teil kaum ansprechbar war. Ja, ich war fix und fertig. Und ich ziehe den Hut, vor jedem Alleinerziehenden dort draußen, die vielleicht auch keine Familie oder Ähnliches haben die im Notfall das Kind übernehmen.

 

Also ihr Lieben, traut euch Krank zu sein und traut euch erstrecht dann nach Hilfe zu fragen 🙂 Ein Glück hatten diese Woche Oma und Opa Urlaub, sonst hätte es für mich auch ganz schlecht ausgesehen.

 

Mal sehen wie es morgen wird, mir wurde schon gesagt ich soll mich nicht scheuen im Notfall wieder anzurufen .. aber ich packe das morgen 🙂

 

So ihr Lieben, das wollte ich nun mal loswerden.

 

An alle Nordlichter, ich wünsche euch das der Sturm nicht zu heftig wird und ihr alle unbeschadet davon kommt 🙂

 

herzlichst,

 

eure Mine

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8 Comments

  • Reply Sophia Kaiser 5. Dezember 2013 at 20:38

    Liebe Mine, ich kenne das nur zu gut. Ich habe ja bis vor kurzem mit Mia alleine gelebt und hatte niemanden an der Seite. Jetzt bin ich froh das mein Herzmann mir ab und zu hilft. Und auch mit dem „nach Hilfe fragen“ kann ich dich verstehen. 😉 im übrigen bin ich ja auch eines von den Nordlichtern und muss gerade ohne Strom auskommen 🙁 euch einen schönen Abend und dir gute Besserung ❤️ LG Sophia

    • Reply Mimi_Erdbeer 7. Dezember 2013 at 14:40

      Ich ziehe da wirklich den Hut vor dir. Umso mehr freue ich mich mit dir, das du nun auch jemanden an der Seite hast, der dich ein wenig unterstützen kann und einfach eine starke Schulter zum anlehnen hat 🙂
      Herzliche Grüße, Mine

  • Reply melanie 5. Dezember 2013 at 21:00

    Hey mine manchmal muss man einfach auf andere zurückgreifen
    Ich bin kurz vor der Niederkunft und hab jetzt echt einige böse wehwechen gehabt
    Ich hab auch meine mama gefragt ob sie meinen Sonnenschein nehmen können und wenns für ein paar Stunden war
    Ich konnte Phili nicht heben dh ich könnt nich mit ihm zur Toilette ihn wickerln usw alles wegen ner rippenblockierung
    Was hab ich mich schlecht gefühlt aber mein Mann und beide omas plus Opas haben mir viel geholfen
    Es ist nicht leicht aber wir sind eben nicht nur Mamas sondern auch Menschen 🙂
    LG Melanie

    • Reply Mimi_Erdbeer 7. Dezember 2013 at 14:39

      Da sagst du was: Wir sind auch nur Menschen. Und so ist es. Hilfe holen ist für mich dennoch ein schwieriges Thema, bin da ein gebranntes Kind. Aber, ich habe es geschafft und möchte einfach anderen auch Mut machen. Es ist ja nichts Schlimmes 🙂
      Liebe Grüße und alles Gute für die bevorstehende Geburt 🙂

  • Reply Josy Milchmaus 5. Dezember 2013 at 21:41

    Ach Mine 🙁 🙁 Da hst du dir ja ordentlich was mitgemacht 🙁 Ich wünsch dir weiterhin gute Besserung… und… JA, auch Mütter dürfen krank sein!!!
    Liebe Grüße und eine dicke Umarmung,
    Josy

    • Reply Mimi_Erdbeer 7. Dezember 2013 at 14:37

      Huhu Josy,
      ja diese Woche war echt nicht Ohne, und so schlecht habe ich mich schon lange nicht mehr gefühlt.
      Aber, an sich war es auch gut, da ich so endlich mal Mia loslassen konnte, endlich mal den Mut hatte um Hilfe zu fragen und mich wirklich auskurieren konnte dadurch 🙂 Danke für die liebe Umarmung, gebe ich gerne zurück 🙂
      Herzlichst, Mine

  • Reply Franzi 5. Dezember 2013 at 22:05

    So schön mal von dir zu lesen auch wenn es ein unangenehmer Anlass war.
    Toll dass deine Lieben für dich da sind. Wenn man so ein Netz hat das Einen auffängt kann man das ruhig mal in Anspruch nehmen find ich. Du bist trotzdem eine ganz tolle Mama 🙂
    Liebste Grüße

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