Die Sache mit

Die Sache mit: dem 2. Kind

23. Mai 2015

Die Sache mit dem 2. Kind ..

 

Früher, da wollte ich nur 1. Kind. Ich war mir immer zu 100 % sicher, dass ich ein Einzelkind haben möchte. Mittlerweile bin ich mir da genauso sicher, wie das ich absolut keine PDA nehmen werde bei der Geburt. Ich hatte eine .. ohne hielt ich es absolut nicht aus 😉

 

Der Gedanke an ein Zweites Kind ist in unserem Hause öfter mal Thema. Alleine, weil der Herr des Hauses ein weiteres Kind schon öfter mal angesprochen hat. Es ist kein Geheimnis bei uns, dass er gerne noch ein Zweites Kind hätte, allerdings bin ich da die (Spaß-)bremse. Lange Zeit war es einfach kein Thema für mich. Mittlerweile ertappe ich mich auch dabei, dass ich mir vorstelle wie es wohl noch mit einem 2. Kind wäre. Ich wüsste, dass Mia damit sehr glücklich wäre, denn sie wünscht sich eine kleine Schwester. Auch ich fände ein 2. kleines Mädel hier im Haushalt auf eine Art sehr grandios, auf der anderen widerrum gar nicht.

 

Ich habe unglaublich viel Angst vor einem 2. Kind. Das fängt schon bei der Schwangerschaft an. Da ich vor Mia eine Fehlgeburt hatte, würde ich diese Schwangerschaft nur mit großen Ängsten antreten. Die Angst, wieder ein Kind zu verlieren. Ich könnte das nicht nochmal ertragen. Weiter geht es mit der Geburt. Ich hatte bei Mia schon sehr große Angst und es war auch wahrlich alles andere als eine Traumgeburt, die ein Trauma in mir auslöste. Furchtbar war es und ich würde es ehrlich nicht nochmal erleben wollen. Für mich war die Geburt ganz sicher nicht das schönste Erlebnis in meinem Leben, eher im steht es an Platz 2 der schlimmsten Dinge die mir passiert sind. Natürlich war nach der Geburt aber alles schön und der Moment als die Kleine da war, war absolut berauschend und wundervoll! Aber wie geht es dann mit 2 Kindern weiter?

 

Ich würde wieder beruflich zurückstecken müssen. Da keimt in mir die Frage, will ich das? Mir macht meine Arbeit Spaß, ich gehe wirklich gerne hin und mache auch einfach was anderes als den ganzen Tag Mama sein. (Das soll die lieben Mütter die sich für ein Leben zu Hause, mit ihren Kindern entschieden haben keinesfalls denunzieren. Für MICH ist das aber nichts.). Ich war so froh, nach 3 Jahren und 1,5 Jahren erfolgloser Jobsuche wieder zu arbeiten. Es erfüllt mich und macht mich glücklicher. Ich genieße die Zeit mit Mia einfach intensiver und viel mehr. Und da geht es schon weiter. Habe ich dann noch genügend Zeit für mein 1. Kind? Ein Baby braucht viel Aufmerksamkeit, aber Mia in ihrem Alter nun auch. Will ich meine Liebe wirklich teilen? Wie oft liest man: 1 Kind ist kein Kind und ich muss schon sagen das mich dieses eine Kind schon manchmal ganz schön schafft und ich einfach fertig bin. Drehe ich dann nicht mit 2 Kindern eventuell noch durch? Wie oft liest man, dass man kaum noch Zeit für sich dann hat .. und da bin ich etwas egoistisch in manchen Augen, aber nun habe ich die Zeit auch für mich. Kann mich nach der Arbeit hinsetzen, in Ruhe den Haushalt machen, zum Sport gehen und habe dann den ganzen Nachmittag eben, wie oben schon geschrieben, mit Mia allein. Wir gehen oft spazieren, Eis essen, auf den Spielplatz und sie kann mir in Ruhe alles erzählen was sie erlebt und gemacht hat oder was sie auch einfach bedrückt. Ich habe Angst, dass diese innige Mutter-Kind-Beziehung durch ein weiteres gestört wird.

 

Auch sind die Nächte noch immer nicht toll. Ich schlafe seit 3,5 Jahren nicht wirklich durch und unser Kind auch nicht. Allerdings der Herr des Hauses schon. Er merkt das nicht. Aber noch mehr Schlafmangel verkrafte ich nicht. Nun ist auch die Zeit der Fläschchen und des Wickelns vorbei, nun wieder bei 0 von vorne anfangen? Möchte ich das wirklich?

 

Ich merke ja selbst, dass ich definitiv noch nicht bereit für ein 2. Kind bin. Sonst würde ich mir nicht soviele Fragen stellen und die meisten eher als negativ sehen. Aber, wenn man die Bilder auf Instagram von anderen frischen Zweifachmüttern sieht, dann ist es irgendwie logisch, dass man darüber nachdenken muss *lach*. Ich bewundere es, wie sehr sie beide Kinder lieben. Ich kann mir das einfach nicht vorstellen, aber auch einfach deshalb nicht, weil ich nicht in dieser Situation bin. Ihr versteht was ich meine.

 

Dann sitzt man hier, schaut in den alten Bildern der Schwangerschaft, die ersten Babybilder und Videos an und versinkt zurück in diese schöne Zeit und fängt an zu träumen. Wie es nun doch mit 2 Kindern wäre .. Wie sie miteinander spielen, Mia ihrem Geschwisterchen die Welt auf ihre Art und Weise zeigt und wir als Eltern uns auf die Schulter klopfen und sagen: „haben wir gut gemacht.“

 

Noch bin ich ja jung genug und mir rennt die Zeit ja nicht davon. Wer weiß, vielleicht gibt es diesen großen Wunsch doch noch irgendwann und das positive überwiegt .. Wir werden es sehen, oder halt nicht.

 

Wie war das denn bei euch als ihr über ein weiteres Kind nachgedacht habt? Noch spannender finde ich diese Frage bei Eltern mit mehr als 2 Kindern. Erzählt doch mal. Welche Ängste hattet ihr und wie sehr haben sich diese bewahrheitet oder eben nicht?

 

Ich freue mich auf einen regen Austausch mit euch,

 

herzliche Grüße,

 

Mine

 

 

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25 Comments

  • Reply Die D 23. Mai 2015 at 19:43

    Hallo Mine

    Bevor ich zu deinen Ängsten und Fragen komme erstmal mein Fazit 😉

    Ich kann absolut nicht verstehen wie man sich nur für ein Kind entscheidet. Es war die beste Entscheidung meines Lebens ein 2. Kind zu bekommen und wer nur eins hat ist selber schuld . fur mich stand es allerdings von Anfang an fest dass es ein zweites geben wird. Eigentlich auch ein drittes aber da ist mein Mann noch nicht so überzeugt.

    Und auch ich hatte eine Fehlgeburt vorm 1. Kind und vorm 2. dann nochmal 2 🙁 furchtbar sag ich dir. Und meine erste Geburt war für mich das furchtbarste Erlebnis auf Platz 1. wobei da teilt er sich den Platz mit den Fehlgeburten….
    Die 2. war ein geplanter ks. Braucht man auch nicht . Wenn es ein drittes geben würde würde es wieder ein Ks u trotzdem ich würde es nicht wieder auf mich nehmen 😉

    Man kann beide Kinder gleich doll lieben! Es geht tatsächlich!!! Es ist für uns das Glück dieser Erde! Wir sind so gesegnet mit diesen beiden Kindern die sich auch sooooo sehr lieben ❤️ Ebend bevor wir sie ins Bett gebracht haben, haben sie sich einen gute Nacht Kuss gegeben

    Aber es ist natürlich anstrengend, u ich fand es auch schön anstrengend mit nur einem Wirbelwind 😉
    Oft muss einer von beiden zurückstecken, aber das ist halt so. Ich versuche da immer die Waage zu halten.

    Aber im Großen u ganzen überwiegt das tolle u ich würde nix anders haben wollen ❤️

    • Reply MiMi Erdbeer 23. Mai 2015 at 20:06

      Huhu,

      Danke erstmal für deine Antwort 🙂

      Ich finde, jeder muss selbst wissen wieviele Kinder man haben möchte und finde es nicht schlimm, wenn es bei nur einem Kind bleibt. Es spielt ja auch immer noch einiges mehr mit, als die Dinge die ich aufgezählt habe im Artikel. Zum Beispiel die Lebensumstände, Geld, Wohnraum etc. Wir müssten auf jedenfall umziehen, ein neues Auto kaufen etc. Ansonsten wäre auch Geld für 2 Kinder da. Aber eben nur solange ich auch arbeite 😉 Viele entscheiden sich mit dem Herzen, andere widerrum mit Bauch und Kopf. Du weißt hoffentlich wie ich das meine. Für mich wäre ein 2. Kind eine Herzenssache, es müsste ein inniger Wunsch sein. Im Moment, wie du lesen konntest, ist es – bedingt durch viele Ängste – nicht der Fall.

      Ich finde es aber dennoch sehr toll, dass du mir Einblick in deine Gefühlswelt mit 2 Kindern gegeben hast und ich möchte dir für diesen Austausch danken. Und Wahnsinn finde ich, dass du nun auch über ein 3. Murkelchen nachdenkst. Ich freue mich sehr, dass dich deine beiden Kinder zusammen so sehr erfüllen. Vielleicht erlebe ich das irgendwann auch, oder halt nicht. 🙂

      Liebe Grüße,
      Mine

  • Reply Die D 23. Mai 2015 at 19:46

    Und meine größte Angst vor nem dritten Kind ist
    Puh schaffe ich drei Wirbelwinde unter Kontrolle zu halten?
    Werde ich jemals wieder Zeit für mich haben 😉 ?
    Wieder das Mega anstrengende 1. Jahr mit hilflosem Kind 😉

    Und trotzdem hab ich das Gefühl das noch jmd bei uns fehlt u ich finde viele Kinder toll toll toll ❤️
    Aber nach 3en wäre definitiv Schluss 😉

  • Reply Caro 23. Mai 2015 at 19:58

    Hej Mine,
    also bei allem was ich lese würde ich auch sagen: du bist noch nicht bereit 😀 Für mich war immer klar das ich (mindestens) 2 Kinder haben möchte. Der Abstand sollte nicht soooo riesig werden, ich dachte immer-Mensch, wenn der Große schon so selbstständig ist und dann fängste wieder von vorne an… Mein Großer war 4, da haben wir uns für ein zweites Kind entschieden. Ich hatte eine Fehlgeburt, bin aber sehr schnell wieder schwanger geworden. Die Schwangerschaft war furchtbar-wie du ja auch schreibst, ständig hatte ich Angst auch dieses Kind zu verlieren, ständig stand ich beim Frauenarzt auf der Matte,… ich war sooo froh als die Schwangerschaft endlich vorbei war und ich unsere Minimaus gesund und munter im Arm halten konnte. Tja, was soll ich sagen, all die Bedenken die du in deinem Text schilderst stimmen 🙂 Aber dennoch ist es sooo wunderschönen (wieder) so einen Winzling beim wachsen und sich entwickeln zuzuschauen. Aber für mich steht fest, das es ein weiteres Kind wohl nicht geben wird. Wie sagt der Herzmann immer“ ich hab einen Sohn, ich hab eine Tochter-ich bin fertig!“ 😀 Und so sehr ich die Zeit mit meinem Baby auch genieße, freue ich mich auch schon auf den Tag wenn die Eingewöhnung in der Kita losgeht und ich mich auch endlich wieder meiner Arbeit widmen kann.
    Ganz liebe Grüße,
    Caro.

    • Reply MiMi Erdbeer 23. Mai 2015 at 21:54

      Hallo Caro,

      ja, so ist es. Noch bin ich nicht bereit und das weiß ich auch. Deshalb habe ich das im Text direkt dazugeschrieben. Ich bin ein großer Kopfmensch und grübel über sehr viele Dinge. Bei Mia allerdings, da musste ich nicht grübeln, das war eine absolute Herzensentscheidung und da war ich mir zu 1000000% sicher 🙂 Und genau DAS müsste wieder passieren, bei einem 2. Kind 😀

      Ich danke dir aber für deinen Erfahrungsbericht und habe mich sehr darüber gefreut 🙂

      Liebe Grüße
      Mine

    • Reply MiMi Erdbeer 31. Mai 2015 at 21:16

      Liebe Caro,

      ich danke dir für deine ehrliche Antwort. Ja, momentan bin ich definitiv alles andere als bereit für ein 2. Kind und das weiß ich auch. Solange ich nicht 100 % dahinter stehe, wird es auch kein 2. geben. Ja, die Ängste kenne ich sehr gut. Ich stand in Mias Schwangerschaft auch sehr oft bei meinem Arzt auf der Matte. Ein Glück hatte er dafür wirklich Verständnis und hat all meine Ängste sehr ernst genommen. Das hat es mir etwas erleichtert. Ich werde einfach sehen, was die Zeit aus meinem Gedanken des 2. Kindes macht. Ich weiß, dass ich einen Partner hab der hinter mir steht. Ob wir eben nur ein Kind haben oder ich mich später doch für ein 2. entscheide 🙂

      Liebe Grüße
      Mine

  • Reply Manuela M. 23. Mai 2015 at 20:02

    Ui, soviele Fragen, die ich mir nicht stellte. Ich wollte immer 3-4, allerdings bin ich mir da nicht mehr so sicher, nun da ich 2 Mädels habe.
    Meine Geburten waren beide nicht berauschend: die Grosse war ein Notfall-Kaiserschnitt, danach eine Infektion der Narbe. Mir war klar, kein 2. Kaiserschnitt. Nun, bei der Kleinen haben wir eingeleitet, sie kam sonst natürlich, aber ich verlor so viel Blut, dass ich danach bewusstlos wurde. Ganze 4 Wochen bis mein Bluthaushalt wieder einigermassen ok war… Davon abgesehen würde ich noch ein 3. Mal gebären, das macht mir keine Angst.
    Nach der Grossen ging es etwas mehr als ein Jahr, bis ich bereit für das 2. war. Nun, 9 Monate nach der Kleinen denke ich bereits über ein 3. nach, aber noch sind einige Unsicherheiten da, der Bauch kämpft mit dem Kopf.
    Viel mehr frage ich mich, wo ich die Energie für ein 3. hernehmen sollte. Meine Mädels schlauchen mich, ich weiss oft nicht, was ich überhaupt gemacht habe und sass doch den ganzen Tag nie… Immerhin schlafen beide meistens durch, das gibt Erholung. Das Gefühl aber, beiden nicht gerecht zu werden ist noch immer da. Beide müssen teilen und vielleicht ist es für mich auch schlimmer als für sie. Ich hätte gerne mehr Zeit für beide… Bin aber auch froh, dass ich arbeiten kann, das gibt Abwechslung, Abstand und neue Energie.
    Ich denke, du weisst als Frau, wann es so weit ist. Gib dir noch Zeit, die Antwort kommt alleine…

    • Reply MiMi Erdbeer 31. Mai 2015 at 21:12

      Liebe Manuela,

      ich bewundere immer alle die von vornerein sich mehr Kinder wünschen. Ich wollte immer nur ein. Ein Zweites war nie eine Option für mich. Umso mehr macht es mich natürlich ganz kirre im Kopf, dass nun doch der Gedanke nach einem 2. Kind in mir aufkeimt. Daher kommen die Fragen und Unsicherheiten. Es war für mich nie in Planung .. aber was ist das schon im Leben. Es kommt ja meistens anders als man denkt 😉

  • Reply Marion 23. Mai 2015 at 20:09

    Ich habe 2 Jungs… bin selbst mit Geschwistern gesegnet. Und für mich War ausschlaggebend zum 2. Ja zu sagen: so sind die Kinder nie allein auf der Welt. Wir haben unsere Mutter sehr früh verloren und uns als Geschwister sehr viel Halt geben können.

  • Reply Astrid 23. Mai 2015 at 21:43

    Liebe Mine,
    Du sprichst mir aus der Seele. Die gleichen Gedanken und Ängste Kreisen mir ständig durch den Kopf und ich kann keine wirkliche Antwort bzw. Entscheidung zu diesem Thema finden. Unsre Tochter ist 3,5 Jahre und ich zwar junge 27, aber dann stellt sich mir die Frage ob den Altersunterschied der Geschwister bald zu groß sein wird…
    Liebe Grüße

    • Reply MiMi Erdbeer 23. Mai 2015 at 21:52

      Liebe Astrid,

      danke für deine Antwort. Dann geht es uns sehr ähnlich. Mia ist ja auch 3,5 Jahre alt und ich gerade mal 26 .. dennoch sind das Fragen und Ängste die mich einfach auch beschäftigen. Auch der Altersabstand ist da so eine Sache. Es sind soviele Dinge die da in eine Entscheidung reinspielen .. hach ..

      Liebe Grüße,
      Mine

      • Reply Manuela M. 24. Mai 2015 at 11:17

        Also betreffend Altersunterschied: Das hat Vor-und Nachteile. Ist der Unerschied eher klein, sind sie sich entwicklungstechnisch näher, dein Energiehaushalt wird aber deutlich stärker strapaziert. Vor allem versteht das Ältere oft noch nicht, weshalb das Baby die ganze Zeit bei Mama sein kann (Stillen war so ein Punkt…).
        Ein grösserer Abstand ermöglicht es dir, dich auch mal hinzulegen (gerade gegen Ende), deine Tochter wird das schon besser verstehen. Ausserdem ist sie dann schon selbstständiger, das entlastet dich etwas. Und sie kann – und wird es sicher gerne tun – auch schon kleine Aufgaben übernehmen: Teefläschchen geben, Po eincremen, etc. meine Grosse wollte zwar, nur war die Creme überall ausser auf dem Po. 😀 Und das Fläschchen hat sie selbst in den Mund genommen. Die Beziehung zwischen den Geschwistern ist sicher eine andere, was aber nicht zwingend negativ ist.

        • Reply MiMi Erdbeer 31. Mai 2015 at 21:02

          Liebe Manuela,

          danke für deine ehrliche Antwort.
          Ja, das stimmt – alles hat seine Vor- und Nachteile. Mir geht es persönlich nicht mal so sehr um den Altersabstand der Kinder wegen (also das auch), aber auch für mich. Wir sind so langsam aus allem raus und ich bin momentan noch nicht bereit dazu wieder komplett von vorne anzufangen. Aber wenn der Wunsch nach Kind nr.2 sehr groß ist, dann wird man darüber gar nicht nachdenken 😉

    • Reply MiMi Erdbeer 31. Mai 2015 at 21:10

      Liebe Astrid,

      da sind unsere Kinder gleichalt und wir auch fast (ich bin 26). Die Sache mit dem Altersunterschied geistert mir auch im Kopf. Aber eine andere Leserin schrieb ja schon, dass es immer Vor- und Nachteile hat. Ein älteres Geschwisterchen versteht das besser, kann gut mit einbezogen werden und helfen. Andererseits mag man vielleicht auch nicht wieder mit allem neu anfangen .. hach ja ..
      Liebe Grüße
      Mine

  • Reply Briiidy 24. Mai 2015 at 01:51

    Hallo Mine!
    Wir haben uns gegen ein 2. Kind entschieden und fühle mich dabei wie ein Exot. Irgendwie haben alle 2 Kinder, das scheint der Normalfall zu sein. Der Hauptgrund bei uns war zwar vorwiegend medizinischer Natur: auch ich hatte vor Ella eine Fehlgeburt und als sie 1,5 Jahre alt war eine dramatische Eileiterschwangerschaft, auch die Geburt war blutiger, als normal. Mein Mann hat 2 schwerstbehinderte Onkel und es ist unklar ob und wie sich das vererbt. Beim ersten Kind bin ich das Risiko bewusst eingegangen, jetzt würde ich es uns und vor allem Ella nicht zumuten wollen. Außerdem sind auch wir von meinem Gehalt mit abhängig und ich müsste schon schnell wieder arbeiten gehen, Nachtschicht, und dann 2 Kinder? Puh! Klar bin ich manchmal neidisch, wenn ich Mütter mit mehreren Kindern oder Schwangere erlebe ABER:
    Ich genieße und erlebe die Zeit mit meinem Kind sehr bewusst und intensiv. Wir haben einen sehr lieben gemeinsamen Freundeskreis und Ella viele Kinder, die mit ihr groß werden. Wir haben die finanziellen Mittel, um uns jederzeit zumindest die kleinen Wünsche erfüllen zu können und schöne Unternehmungen oder Urlaube zu machen.
    Die Argumente für ein 2. Kind liegen auf der Hand und werden hier sicherlich zahlreich geschildert. Hier ein Plädoyer für’s Einzelkind: Auch mit einem Kind kann die Familie komplett und glücklich sein!

    • Reply MiMi Erdbeer 31. Mai 2015 at 21:07

      Liebe Briiidy,

      vielen Dank für deine Antwort.
      Ich kann verstehen, dass du dich wie ein „Exot“ fühlst. Ich durfte mir auch schon vieles anhören, als ich meinte das Mia ein Einzelkind bleiben soll. Ich finde es überhaupt nicht verwerflich und finde zudem, dass es jeder für sich selbst wissen muss. Auch andersrum, es werden ja auch viele angegriffen die mehr als 3 Kinder haben, was ich absolut nicht verstehen kann. Ich kann deine Entscheidung absolut nachvollziehen und wünsche euch alles Gute. 🙂

      Liebe Grüße
      Mine

  • Reply Anna 24. Mai 2015 at 06:27

    Liebe Mine, ich wollte auch immer nur ein Kind. Habe mir all die Fragen die Du hier an Dich stellst auch gestellt. Und auch meine erste Geburt war alles andere als toll. Aber irgendwann kam der Punkt, da wusste ich tief in mir drin: wir sind noch nicht komplett und für die Motte wäre ein Geschwisterchen toll. Tja, und nun bin ich schwanger mit Zwillingen, die Ende Juni bei uns sein werden- hoffentlich! Und ich habe Angst vor der Geburt- aber ich freu‘ mich riesig auf unsere Großfamilie. Auch für uns bedeutet von 1 auf 3 Kinder eine riesige Umstellung: wir brauchen eigentlich eine größere Wohnung, mussten ein neues Auto kaufen und natürlich vieles nochmal anschaffen (Kinderwagen, 2. Babyschale usw.). Aber glaub‘ mir: das klappt dann schon. Das lässt sich alles regeln. Wenn Du es wirklich willst, dann wirst Du es merken. Und dann solltest Du Deine Ängste hinten anstellen . Meine Geburtsangst und unsere Pläne, dass wir eigentlich nur ein Kind wollten habe ich übrigens auf meinem Blog auch ausführlich verbloggt. Du kannst ja mal vorbeischauen, wenn Du magst. Liebe Grüße, Anna

    • Reply MiMi Erdbeer 31. Mai 2015 at 21:04

      Liebe Anna,

      danke für deine Antwort und herzlichen Glückwunsch zu euren Zwillingen. 🙂
      Ich gebe dir absolut recht und denke auch, wenn ich so wirklich bereit dazu bin, dann macht man sich über all diese Dinge wohl kaum mehr Gedanken. Ich werde definitiv mal bei dir vorbeischauen und lesen. 🙂
      Herzliche Grüße,
      Mine

  • Reply Caro 24. Mai 2015 at 19:57

    ich kann deinen post sehr gut verstehen, denn mir geht es ganz genauso. Meine Tochter ist jetzt fast 2 und ich stelle mir immer wieder die Frage, ob und wann eine Nummer 2 „gut“ wäre. Ich bin zwar auch erst 28, aber mein Mann ist 10 Jahre älter als ich und ich möchte für meine Kinder keinen so „alten“ Papa. Man wird ja auch körperlich nicht jünger. Ich genieße auch gerade die Freiheiten wieder, weil Anna schon so selbstständig ist und ich Angst habe, dass meine Bedürfnisse untergehen. Ich bin da auch egoistisch.
    Ich kann dich also wirklich gut verstehen!

    Viele liebe Grüße,

    Caro

    • Reply MiMi Erdbeer 31. Mai 2015 at 20:59

      Liebe Caro,

      danke für deine Antwort. Ich freue mich, dass ich mit meinen Gedanken nicht alleine dastehe. Natürlich haben auch wir noch Zeit (ich bin 26 und mein Mann 27) und einen richtigen Zeitpunkt gibt es wohl nie. Aber noch fühlt es sich für mich nicht 100% richtig an. Bei Mia wusste ich das und sie war ein Wunschkind durch und durch. Ich wünsche euch alles Gute!

      Herzliche Grüße,
      Mine

  • Reply Mirjam 25. Mai 2015 at 20:56

    Liebe Mine,

    Ich finde deine Bedenken berechtigt 🙂 (heute … Vor dem zweiten Kind habe ich da nicht drüber nach gedacht). Für mich waren immer zwei Kinder klar. Kinder waren und sind mein Leben … Aber mein Anspruch war und ist groß und ich habe niiiiiemals geglaubt, dass es so ein riesiger Unterschied ist, ob man ein oder zwei Kinder hat. Ich habe zwei Jungs mit 2 3/4 Jahren Abstand. Ich habe meine Schwangerschaften geliebt (trotz großer Angst und unendlich vielen Frauenarzt-Besuchen), ich hatte Traumgeburten unter PDA. Ich habe Eltern, die uns super unterstützen. Ich habe fast immer gearbeitet (beim ersten Kind nach 8 Wochen wieder 20 Stunden/Woche, trotz vollem stillen)… Die Zeit, die ich Zuhause war, bin ich kirre geworden, weil ich meinen Ansprüchen nicht entsprach. Ich fand das erste Kind trotz Arbeit und schlechten Nächten null anstrengend. Es war nichts, was mich böse überraschte, ich habe keine Freiheit vermisst und jede Minute mit ihm genossen und genutzt. Der Papa hat alles gemacht … Auch nachts abgepumpte Milch gefüttert, Haushalt geschmissen, gekocht … Usw.. In der Schwangerschaft des zweiten Kindes fiel es mir schon schwer, dass das Erleben dieser etwas anderes war … Nicht mehr so bewusst und intensiv, nicht mehr so verzaubert und faszinierend. Ich wollte doch beide Kinder gleich verwöhnen und niemanden zu kurz kommen lassen. Wenige Tage vor Geburt bekam der Große einen Krampf – das EEG war sehr auffällig. Es hat mich umgehauen. Das Baby wurde in totalen Stress geboren, das Wochenbett war quasi nicht vorhanden, der Papa auch überfordert. Nach nicht mal 1,5 Jahren haben wir uns getrennt. Burn-out beim Vater, Überforderung bei mir, gestresste Kinder … Niemand schläft durch, ich reagiere schnell gereizt, werde viel zu schnell laut … Trotz viel familiärer Hilfe. Wie sehr habe ich die Zeit mit dem Großen genossen als er alleine war und ich ihm alle Aufmerksamkeit schenken konnte … Wie sehr habe ich mir dann beim kleinen gewünscht, dass er größer wird und mich nicht mehr so stark braucht und wie oft habe ich überlegt, ob es nicht für alle schöner gewesen wäre, wenn der große alleine geblieben wäre, obwohl ich den kleinen nie mehr her gegeben hätte. Aber es war einfach intensiver und er war ein Musterkind, was ihn in der Geschwister-Situation oft verließ, weil sein Bruder auch viel Mama einforderte und er viel Eifersucht zeigte und seine Sensibilität in dem Fall auch wenig hilfreich war. Heute habe ich einen Partner, der selber zwei große Kinder hat, die bei ihm wohnen und mich kennen seitdem sie 2 und 3 Jahre alt waren – im Fazit: 4 Kinder, für die ich zwar nicht rund um die Uhr die volle Verantwortung habe, aber ich mir durchaus auch dort sehr viele Gedanken mache und meine Ansprüche an mich habe allen gerecht zu werden. Meine Jungs sind jetzt 6 und fast 9 (ADS und leichte Depression), die Papa-WE durch kinderpsychologin runter geschraubt und ab Sommer beide in der Schule. Es ist alleine zuhause oftmals ein Spagat – nach wie vor – bei ganz alltäglichen Dingen wie turnen gehen, waschen, ins Bett bringen. Mein Fazit ist aber heute, dass es für den Großen sicher auch gute Seiten hat, dass zuhause nicht immer nur ponyhof ist (obwohl ich davon überzeugt bin, dass auch das (ponyhof) eine wunderbare Basis ist, um gelassener in jeden Konflikt in der großen weiten Welt zu gehen) und dass es -trotz wenig Gelassenheit der Mama – in vielen Situationen schön ist und war, dass sie sich gegenseitig haben, auch wenn sie sich viel streiten und natürlicher Weise rivalisieren. Auch für unsere Patchwork- Konstellation ist es toll, dass es zwei/zwei sind und bei uns großen ist das Verständnis für viele Handlungen größer, weil man weiß, dass man mit zwei Kindern anders handelt als man es mit einem getan hätte und diverse Dinge auch für unmöglich gehalten hätte. Um so gleichberechtigter sie sich gegenseitig empfinden, umso herrlicher ist es diese Geschwisterbeziehung mit zu erleben und zu genießen. Es ist seit wenigen Wochen so, dass die Nächte überwiegen, in denen ich/wir bis morgens (Ca. 6 Uhr – meine tägliche wach-Zeit seit fast 9 Jahren) ohne Kind im Bett liegen, was wirklich Gold wert ist, denn so vergehen unsere Tage auch wirklich im normalen Umgangston und das gibt uns allen mehr Gelassenheit. Die kinderpsychologin spricht mir immer größten Respekt aus, dass ich alleine mit zwei sehr empfindlichen, sensiblen, nicht in sich ruhenden, konzentrationsschwachen Kindern schwierige Situationen oft noch objektiv sehen kann. Ich selber glaube, dass mir immer wieder nur meine hohen Ansprüche an mich im Weg stehen, die ich nicht wirklich runter geschraubt bekomme. Da sind mir im Alleinerziehenden-Stress leider die schönen Kleinkind-Jahre verloren gegangen. Könnte ich die Zeit zurück drehen und es beeinflussen, würde ich mir wünschen einiges gelassener zu sehen und es dadurch einfacher und entspannter zu haben. Was ich damit sagen will: vielleicht ist es gut, wenn du es vorab mit Respekt betrachtest, dann ist das Ergebnis vielleicht leichter als du dachtest und du wirst positiv überrascht und dadurch sehr beflügelt … Wenn die Zeit des zweiten herzwunsch-Kindes gekommen ist. 🙂
    Liebe Grüße
    Mirjam 🙂

    • Reply MiMi Erdbeer 31. Mai 2015 at 20:57

      Liebe Mirjam,

      erstmal ganz herzlichen Dank für deine tolle und ausführliche Antwort. Ich danke dir ebenfalls für deine Ehrlichkeit und Offenheit. ich finde es toll wie du es geschafft hast und auch, dass du nun einen tollen Partner an deiner Seite hast und es sogar nun mit 4 Kindern gewuppt bekommst. 🙂 Du machst das klasse!!

      Ich weiß, dass meine Bedenken die ich in meinem Artikel geäußert habe überwiegend nur meine Gefühle und Emotionen zeigt. Aber, dazu kommen ja wirklich noch die Existenzängste. Wir müssten umziehen, ein neues Auto, definitiv beide arbeiten etc. Wäre sicher alles machbar. Aber wenn ich alles zusammenzähle, habe ich einfach große Angst bezüglich eines 2. Kindes. Obwohl der Wunsch irgendwie schon da ist. Zudem kommen viele Dinge aus meiner Kindheit dazu. Ich wurde nie so geliebt wie ich Mia liebe von meiner Mutter. Später kam ein 2. Kind was eine Liebe erfahren hat die ich nie gezeigt bekommen habe. Vielleicht habe ich auch deswegen so eine Angst, dass ich Mia dann anders liebe, weißt du was ich meine?

      Die Zeit wird zeigen wie ich (bzw. wir) uns entscheiden. Ich bin mit meinen 26 Jahren ja noch jung und kann mir zum Glück noch ein paar Jahr Zeit lassen mit dieser Entscheidung. Ich bin jedenfalls froh, dass ich mit diesen Gedanken einfach nicht alleine bin 🙂

      Herzlichste Grüße,
      Mine

  • Reply Claudia 7. Juni 2015 at 21:28

    Liebe Mine,
    vor nun schon über 2 Jahren habe ich die Frage nach einem zweiten Kind für mich positiv beantwortet und nun ist dieses kleine Mädchen schon in ihrer ersten Trotzphase 🙂 Ich hatte auch lange Zeit nicht im Ansatz daran gedacht ein weiteres Kind zu wollen, da die Geburt meiner ersten Tochter ein Alptraum war. Diese dauerte zwei sehr schmerzvolle Tage, im Krankenhaus mit wenig verständnisvollem Personal und blieb mir lange im Gedächtnis. Auch schlief die Große lange Zeit nicht durch und ohne Verwandschaft gab es auch sonst keine Auszeiten für uns als Eltern. Aber irgendwann spielte es sich ein, das große Kind wurde selbstständiger und mein Mann warf die Frage nach einem zweiten auf. Ich muss zugeben, dass ich anfangs eher gemischte Gefühle hatte, ob ich der Aufgabe „zwei Kinder“ tatsächlich gewachsen war, aber ich ließ mich auf diese Abenteuer ein. Die Schwangerschaft verlief, wie auch schon die erste, völlig problemlos, wir machten noch einmal Urlaub und meisterten einen Umzug (dieser war nicht nur babybegründet). Vor der Geburt hatte ich tatsächlich keine Angst, denn schlimmer als bei der ersten konnte es wohl nicht mehr werden. Und tatsächlich habe ich dieses zweite Kind ohne jedes Schmerzmittel und selbstbestimmt in insgesamt nur 6 Stunden auf die Welt gebracht. Dieses Erlebnis hat mich mit dem Thema Geburt auch ausgesöhnt. Meine Kleine war von Anfang an ein sehr entspanntes Baby und hat so traumhaft gerne und viel geschlafen (ganz die Mama 😉 ) Trotz des großen Altersabstandes von 5 Jahren haben die beiden Mädchen eine schöne Geschwister-Beziehung, können miteinander spielen und finden sich offentsichtlich auch (manchmal) gegenseitig sehr toll 🙂 Ich bereue meine Entscheidung keineswegs.

  • Reply Hanna 16. Juni 2015 at 16:33

    Bei mir ist zwar erst das erste Kind im Anmarsch, ich bin mir allerdings jetzt schon absolut sicher, dass spätestens nach 3 Jahren ein zweites folgen soll. Ich komme aus einer Familie mit 4 Kindern und kann mir nicht vorstellen, wie das wäre, keine Geschwister zu haben. Ich glaube, die Beziehung zu einem Bruder oder einer Schwester ist etwas ganz Einzigartiges, was man sonst verpasst im Leben. Auch wenn an den Gerüchte, dass Einzelkinder sich schlechter entwickeln, egoistischer werden etc. offensichtlich nichts dran ist, möchte ich trotzdem, dass mein Zwerg diese Erfahrung machen kann.

  • Reply MiMi Erdbeer | Die Sache mit: Technik und Kind 5. Oktober 2015 at 16:35

    […] gespannt auf eure Sichtweise Dies soll wieder (wie auch bei dem Thema „das 2. Kind“ (HIER nachzulesen) ein schöner Austausch […]

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